Konventwoche 2011

 

Die Liebe Gottes ganzheitlich weitergeben – notfalls auch mit Worten

 

Ein selbstbewusstes Thema hatten die im letzten Jahr neu gewählten Leiter für die diesjährige Konventwoche der Diakoninnen und Diakone im Bund vom 14. bis 17. März im Bildungszentrum Elstal gewählt: „Diakone … das Beste der Stadt“. Die 60 Teilnehmer diskutierten darüber, wie sie diesen Anspruch mit Leben füllen könnten. Der Diakonie-Dozent Prof. Ralf Dziewas (Elstal) und die Referentin für gemeindenahe Diakonie des Bundes, Gaby Löding (Lüneburg), präsentierten verschiedene Berufsfelder, etwa den „Jugenddiakon", „Sozialdiakon“, „Seniorendiakon“ und den „Spezialdiakon“. Wie sie sagten, brächten Diakoninnen und Diakone einige wichtige Grundkompetenzen mit. Sie könnten das gemeindliche Leben analysieren, gestalten und reflektieren. Aufgrund ihrer Ausbildung könnten sie zudem interdisziplinär denken und handeln, sowie ehrenamtliches Engagement unterstützen, fördern und begleiten.

 

Der Leiter des Dienstbereichs "Ordinierte Mitarbeiter", Friedbert Neese (Elstal), wies in einer Bibelarbeit über Jesaja 61 darauf hin, dass Diakone das Beste der Stadt wollen. Er schilderte, wie Gott die Israeliten selbst in der babylonischen Gefangenschaft aufgefordert habe, dafür zu sorgen, dass es ihren Feinden gut geht. Denn dann werde es auch ihnen gut gehen. Genauso müssten sich Diakone für ihre Umgebung heute engagieren.

 

Pfarrer Axel Nehlsen, Leiter der Initiative „Gemeinsam für Berlin“, war dafür, vor Ort „Salz und Licht zu sein – die Liebe Gottes ganzheitlich weiterzugeben, notfalls auch mit Worten“. Die Welt sei nicht die Hölle, sondern Teil der guten Schöpfung Gottes, „auch wenn sie Anteil am Werden und Vergehen hat“.

Auf dem Programm standen Exkursionen zu baptistischen Diakonieprojekten in Berlin, etwa zur Laib&Seele-Tafelarbeit in der Gemeinde Köpenick, zum Jugendhaus B8 in der Gemeinde Moabit, zu den PC-Kursen für Senioren in der Gemeinde Charlottenburg. Auch die Christliche Freiwilligenagentur wurde besucht und das sozial-kulturelle Projekt für Kinder und Jugendliche Blu:box. Den Teilnehmern wurde neu deutlich, wie wichtig es für Gemeinden ist, sich für ihren Stadtteil zu engagieren. Sie stellten fest, dass diese Projekte in der Öffentlichkeit auf große Akzeptanz stoßen. Fakt sei allerdings auch, dass aus diakonischen Projekten nicht zwangsläufig Gemeindewachstum entsteht.

aus „Die Gemeinde“ Mai 2011


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