Aktuelles

Die neu gewählte Konventleitung

Die im März gewählte Konventleitung hat mit ihren Treffen im Juni und September die Arbeit aufgenommen. Schwerpunkte sind z.Z. die Abstimmungen bzgl. Konventwoche 2015 zusammen mit den Pastorinnnen und Pastoren, sowie die Begleitung einzelner Konventmitglieder.

 

 Hintere Reihe von links nach rechts: Thomas Seibert (Dienstbereich Ordinierte Mitarbeiter, mit beratender Stimme dabei), Petra Klatt, Nathalie Abel-Klaiber, Damaris Werner, Gaby Löding (Referentin für gemeindenahe Diakonie, mit beratender Stimme dabei)

Vordere Reihe: Jörg Nebe, Michael Job

Entpflichtung von Gemeindediakon Walter Becker

 Am 20. Juli 2014 wurde in einem feierlichen Gottesdienst Walter Becker aus seinem langjährigen Dienst als Gemeindediakon entpflichtet. Walter Becker war nach seiner Bibelschul-Ausbildung seit 1999 als Diakon mit Schwerpunkt Seniorenarbeit in der Gemeinde am Döhrener Turm in Hannover tätig. Darüber hinaus war er mit einer halben Stelle als Altenpfleger beschäftigt. Die Gemeinde am Döhrener Turm hat Walter Becker nun in einem herzlich-liebevoll gestaltenden Gottesdienst aus seinem hauptamtlichen Dienst verabschiedet. Die Entpflichtung im Namen des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden nahm der Vorsitzende des Konventes Michael Job vor. Er hob die große Treue und Zuverlässigkeit sowie eine spürbare Liebe zum Wort Gottes hervor, die Walter Becker auszeichnet. Walter Becker wird sich zukünftig weiterhin - wenn auch nun ehrenamtlich - diakonisch in seiner Gemeinde einbringen.

Treffen der Konventleitung mit den Leitern der Regionalkonvente

Nord, Süd, Ost und West - in allen vier Himmelsrichtungen des Bundesgebietes versammeln sich Diakoninnen und Diakone des Konventes in den sogenannten Regionalkonventen. Die Konventleitung des Bundes hat im November die jeweiligen Leiter der Regionen zu einem gemeinsamen Treffen nach Hannover geladen. Bei dieser Zusammenkunft wurde Anteil am persönlichen Ergehen genommen sowie Fragen der Zusammenarbeit und der Aufgabenteilung erörtert. Mit einer persönlichen Segnung und Sendung in die jeweiligen Dienst endet dieses erste Treffen seiner Art.

Verabschiedung von Ulrike Voigt

Bereits Mitte des Jahres wurde Ulrike Voigt aus dem Konvent der Diakoninnen und Diakone verabschiedet. Ulrike war nicht nur über viele Jahre Mitglied im Konvent, sondern hat auch maßgeblich die Einführung des Diakonats 2004 begleitet und vorangetrieben. Von 2002 bis 2006 hatte sie den Vorsitz im Konvent der Diakoninnen und Diakone inne. Diese vielen Aufgaben erledigte Ulrike zudem noch als ehrenamtliche Diakonin. 

Aus diesem Grund wurde sie nun von der Konventleitung gebührend verabschiedet. Bei einem gemeinsamen Frühstücksbrunch in Hannover erhielt sie symbolisch den „Konvent-Oscar“ „for the world´s best volunteer deacon“. Zukünftig wird sich Ulrike Voigt bei "vis-a-vis“ , einem christlichen Dienst für Kranke und Gesunde, engagieren.

„Gesellschaft im Wandel – Herausforderung oder egal?“

45 Diakoninnen und Diakone haben die Herausforderung angenommen und nahmen an der diesjährigen Konventtagung teil. Vom 27.-30. März 2014 erwartete sie im Haus der Begegnung in Rotenburg ein vielfältiges Programm.

Prof. Dr. Ralf Dziewas (Elstal) legte in seinem Eingangsreferat zum Thema: „Gemeinde im Wandel der Zeiten“ schlüssig und nachvollziehbar dar, wie Veränderungen in der Gemeinde ablaufen. So gilt „eine Übereinkunft in Theologie oder Ethik so lange, bis anderes beschlossen wird oder sich eine neue Normalität gebildet hat“. Und sein Fazit: „Offenheit für Vielfalt und Bereitschaft für stetige Auseinandersetzung sind notwendige Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit freikirchlicher Gemeinden“. In einem Grundsatzreferat beleuchtete Dziewas die gesellschaftlichen Herausforderungen für Spiritualität und Leben freikirchlicher Gemeinden. So führt die „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ zu einer verlorenen Kontinuität der Spiritualität – eine regelmäßige Teilnahme an Abend- oder Sonntagsveranstaltungen ist für viele nicht mehr möglich. Auf diese und andere Herausforderungen gilt es zu reagieren, anstatt mangelnde Verbindlichkeit der Gemeindemitglieder zu beklagen. Speziell die „Familien im Wandel“ betrachtete Dr. Insa Schöningh, Bundesgeschäftsführerin der eaf (evangelische Arbeitsgemeinschaft Familie), indem sie Auszüge der Orientierungshilfe der EKD vorstellte. So findet man in der Bibel zwar kein allgemeingültiges Familienmodell, aber familiäre Beziehungen, die von „gegenseitiger und generationenübergreifender Verantwortlichkeit, Verlässslichkeit und Treue“ geprägt sind. Dementsprechend sollen Gesetze und Ordnungen „der Stützung fürsorglicher familiärer Beziehungen“ dienen.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Puddingwerbung aus den Fünfzigern, diversen Workshops wie ein interkulturelles Planspiel oder ‚Medien im Wandel‘ vertieften das Thema und stellten konkreten Praxisbezug her. Am letzten Abend ließ sich die heutige multikulturelle und vielschichtige Gesellschaft live erleben: eine junge Inderin ohne Sprachkenntnisse, eine vornehme Dame aus altem deutschen Adelsgeschlecht, ein junger Türke, eine alte Bäuerin, eine gebildete SPD-Abgeordnete, eine 16-jährige Schwangere u.v.m. trafen bei einem leckeren Buffet aufeinander und machten so ihre Erfahrungen -  in ihrer jeweiligen Rolle. In der jährlichen Konventversammlung fanden turnusgemäß Wahlen in die Konventleitung statt. Diese setzt sich nun zusammen aus:  Nathalie Abel-Klaiber, Petra Klatt, Damaris Werner, Jörg Nebe und Michael Job. Beratende Mitglieder sind Gaby Löding (Referentin für diakonischen Gemeindeaufbau) und Friedbert Neese (Leiter des Dienstbereichs ordinierte Mitarbeiter). Nach erfüllten Tagen in guter Gemeinschaft sendete der Abschlussgottesdienst die Diakoninnen und Diakone an ihre Einsatzorte aus, um Gemeinde und Gesellschaft im Sinne Jesu zu gestalten.

Kerstin Vachek, Diakonin Bethelkirche Stuttgart

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